Feuerwehr Tastrup
Aus Feuerwehren-Wiki
| Feuerwehr Tastrup | |
|---|---|
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| Art | Freiwillige Feuerwehr |
| Land | Deutschland |
| Bundesland | Schleswig-Holstein |
| Kreis/Stadt | Kreis Schleswig-Flensburg |
| Leitstelle | Leitstelle Nord |
| Amt/Gemeinde | Amt Hürup |
| KFZ-Kennzeichen | SL |
| Aufnahmedatum | 20.03.2009 |
| Einwohner | 464 |
| Adresse | Hummelroi, 24943 Tastrup |
| Gründungsjahr | 1889 |
| Baujahr/Umbau | 1982 |
| Stellplätze | 1 |
| Fahrzeuge |
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| Mitgliederstruktur |
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| Einsätze pro Jahr |
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| Übungsabend | monatlich |
| Roter Hahn | nein |
| Internetadresse | http://www.feuerwehr-tastrup.de |
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Die Freiwillige Feuerwehr Tastrup liegt im äußersten Zipfel des Amtes Hürup direkt an der Stadtgrenze zu Flensburg. Direkt angrenzend befinden sich die Stadtteile Sünderup und Tarup.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Der Gründung der Feuerwehr Tastrup lag eine Regierungs- und Polizeiverordnung betreffend das Feuerlöschwesen auf dem platten Lande vom 15.04.1889 zugrunde. Hiernach hatte jede Gemeinde eine Brandwehr zu errichten. Die Gemeinden hatten allerdings die Möglichkeit, einen gemeinsamen Löschverband zu betreiben. Da die Kommunen damals sehr viel kleiner waren als heute und es sehr oft Probleme gab, schlagkräftige Wehren zu bilden, wurde von dieser Möglichkeit recht häufig Gebrauch gemacht. Im damaligen Amtsbereich, zudem die Gemeinden Sünderup, Tarup, Jürgensgaard, Fruerlund, Engelsby, Twedt, Twedter Holz und Tastrup gehörten, bildeten sich zwei Löschverbände. Der Löschverband Engelsby und Sünderup-Tarup. Die Freiwilligen Wehren behielten allerdings auch durch den Löschverband ihre Eigenständigkeit.
[Bearbeiten] Fahrzeuge
- TSF Florian Schleswig 51/47/5
Das Tragkraftspritzenfahrzeug (kurz: TSF) ist in der DIN EN 14 530 - 16 genormt. Es verfügt weder über einen eigenen Löschwassertank, noch über einen eigenen Schaummittelvorrat. Somit muss von der Mannschaft an der Einsatzstelle immer zuerst eine Löschwasserversorgung hergestellt werden. Als Feuerlöschkreiselpumpe dient eine Tragkraftspritze MAGIRUS PFPN 10-1000 (Baujahr 2010) mit einer Förderleistung von maximal Litern pro Minute bei 10 bar Ausgangsdruck. Das Fahrzeug ist mit einer Staffel (d.h. 6 Mann) besetzt, führt jedoch eine Ausrüstung zur Brandbekämpfung für eine Gruppe mit. Diese umfasst unter anderem auch Atemschutzgeräte und eine Steckleiter. Es wird mit einem Straßenantrieb ausgeliefert und hat seit dem Jahr 2008 eine zulässige Gesamtmasse von 4 Tonnen (vorher 3,5 Tonnen). Üblicherweise wird das TSF jedoch nach wie vor auf Fahrgestellen mit einer Gesamtmasse von 3,5 Tonnen aufgebaut, damit es auch von Fahrern mit Fahrerlaubnisklasse B gefahren werden darf. Aufgrund der großen Leermasse moderner Fahrgestelle, bleibt in diesem Fall jedoch keine Gewichtsreserve für eine Zusatzbeladung. Das Fahrzeug wurde 1992 vom Löschverband des Amtes Hürup beschafft. Da die Gemeinden im Jahre 2000 die Finanzierung des Feuerlöschwesens wieder auf die Gemeinden rückübertagen haben, ist die Gemeinde Tastrup für die Finanzierung der Feuerwehr verantwortlich. Gemäß Brandschutzbedarfsplan ist die Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeugs erforderlich.
[Bearbeiten] ehemalige Fahrzeuge
- TSF auf VW Transporter (T1)
1962 bekam die Feuerwehr Tastrup einen VW-Bus für den Transport der Motorspritze und anderer Geräte. Dieses Fahrzeug wurde 1992 außer Dienst gestellt und befindet sich heute im Besitz vom ehemaligen Gerätewart der Tastruper Feuerwehr.
[Bearbeiten] Gerätehaus
Das erste Spritzenhaus stand hinter dem Haus Hummelroi 3, musste aber der Kleinbahn weichen. Aus diesem Grunde errichtete man ein neues Gebäude auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes an der Einmündung Hummelroi / Pull.
Doch auch dieses Feuerwehrgerätehaus war irgendwann baufällig und zudem zu klein für alle benötigten Gerätschaften und so beschloss 1947 die Gemeindeversammlung nach langwierigen Beratungen, Räumlichkeiten in der ehemaligen Meierei (Himmelberg 2) zu nutzen. Diese wurden dann bis 1982 genutzt und durch einen Neubau an der Alten Schule (Hummelroi 7) ersetzt.
Angeschlossen ist ein Gruppenraum, der aber nur selten von der Feuerwehr genutzt wird. Nach Übungsabenden sitzen wir mit einer Wurst und einem Bier im Gerätehaus. Die meisten Schulungen finden in der Gaststätte des Dorfes statt. Der Gruppenraum wird von anderen Vereinen und Organisationen des Dorfes mitgenutzt. Jugendgruppe, Ortskulturring, Krabbelgruppe usw. nutzen diesen Raum weit häufiger als die Feuerwehr.
[Bearbeiten] Jugendfeuerwehr
Nachdem vom Amtsausschuss des Amtes Hürup die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt wurden, gründeten 2008 die Feuerwehren im Amt Hürup eine Amtsjugendfeuerwehr. Ein geeigneter Gruppenraum wurde von der Gemeinde Hürup im "Sprüttenhuus" der dort ansässigen Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Als Ausbildungsfahrzeug wurde ein TSF der Gemeinde Großsolt übernommen. Jugendfeuerwehrwartin ist Nina Belkin (Tastrup). Die Stellvertreter sind Thomas Plenk (Tastrup) und Jürgen Holz (Hürup).
[Bearbeiten] Historische Einsätze
Im Jahr 1873 brannte der gesamte Landbesitz des Hufners W.Hahne bis auf die Grundmauern ab. Auf dem Grundstück wurde später die Tastruper Meierei errichtet.
Das Anwesen von H.J. Petersen brannte 1885 ebenfalls bis auf die Grundmauern nieder. 2 kleine Kinder hatten in der Scheune geraucht, wobei das Feuer entfacht wurde. Der Besitz lag hinter der ehemaligen Gärtnerei Detlefsen in der Hummelroi.
Bei der Geburtstagsfeier im Juli 1897 des Kätners J.Jessen in Klein Tastrup, sahen die Gäste über dem Abnahmehaus Rauch aufsteigen. Als die Gäste auf den Hof rannten, stand das Gebäude lichterloh in Flammen.
Im November 1918 brannte es auf dem Anwesen des Hufners Jacobsen. Bei dem Versuch das Haus zu löschen, fand der Feuerwehrmann P.Thomsen den Tod.
Bei dem Versuch zweier Kinder, im Schweinestall des Hufners J.Asmussen Kartoffeln zu kochen, geriet dieser im Frühjahr 1945 in Brand. Durch den Einsatz von einquartierten Soldaten wurde die gegenüberliegende Scheune trotz starken Windes gerettet.
Am 6. September 1958 brannte der Kuhstall des Landwirtes Claus Clausen. Die Tastruper Feuerwehr rückte zwar rechtzeitig zum Einsatzort aus aber durch einen technischen Defekt der Pumpe standen die Feuerwehrleute dem Feuer machtlos gegenüber. Auch der Einsatz der Wehren aus Sünderup und Tarup konnten eine Vernichtung des Gebäudes nicht verhindern. Darauf hin, wurde in kürzester Zeit eine neue Tragkraftspritze für die Tastruper Wehr angeschafft, die erst 2010 durch eine neue ersetzt werden musste.
Der Schweinestall von Johannes Andresen brannte im Sommer 1973. Durch den schnellen Einsatz der Wehren aus Tastrup, Sünderup und Tarup, sowie der Berufsfeuerwehr konnte ein völliges Niederbrennen des Gebäudes verhindert werden. Ein Handwerker, der in der Nachbarschaft beschäftigt war, trieb die Schweine aus dem in Flammen stehenden Gebäude.
1978 brannte die ehemalige Bäckerei in der Straße "Zur Ziegelei“. Zerstört wurde dabei der Anbau, in dem sich ein Kiosk befand. Aufgebaut wurde dieser Teil des Gebäudes erst wieder ende der 90er Jahre. Am Einsatz beteiligt waren neben der Tastruper Feuerwehr, die Berufsfeuerwehr Flensburg und die Freiwillige Feuerwehr Hürup. Das Einsatzfahrzeug unserer Gemeinde musste aufgrund eines technischen Problems zum Einsatzort geschoben werden.
Im Sommer 1980 geriet ein ehemaliges Melkerhaus in der Straße Pull in Brand. Zwei allein im Haus schlafende Kinder kamen dabei ums Leben. Der Brand wurde durch die Feuerwehren Tastrup, Hürup und der Berufsfeuerwehr gelöscht. Das über 200 Jahre alte und bereits leicht baufällige Haus musste abgerissen werden.
Gleich zwei Großbrände musste die Feuerwehr 1986 bekämpfen. Der Rohbau eines Wirtschaftsgebäudes in der Strasse Hummelroi brannte bis auf die Grundmauern nieder. Aufgrund der starken Windverhältnisse, war es den Feuerwehrleuten aus Hürup, Maasbüll, Tastrup und der Berufsfeuerwehr nicht möglich, das Gebäude zu retten. 10 Tage später stand eine Großgarage in der Kastanienallee in Flammen. Da einige Anrufer bei der Leitstelle die Angaben machten, dass in Tastrup mehrere Häuser brennen, wurde Großalarm ausgelöst. Neben der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Tastrup, wurden alle Feuerwehren des Amtes alarmiert. Trotz des Großaufgebotes konnte das Gebäude nicht mehr gerettet werden.
Bis auf die Grundmauern zerstörte ein Großfeuer 2001 ein Stallgebäude in der Hummelroi gegenüber der Alten Schule. Den Feuerwehren aus Hürup, Tastrup, Massbüll, sowie der Berufsfeuerwehr war es aufgrund der hohen Hitzeentwicklung und der Ausdehnung des Feuers nur möglich, die angrenzenden Gebäude zu schützen.
Durch einen Schaden in der elektrischen Anlage geriet im April 2005 ein Schuppen in der Strasse Hummelroi in Brand. Durch den schnellen Einsatz der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Hürup konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindert werden. Aufgrund eines technischen Defektes der Sirenenanlage erfolgte die Alarmierung der Tastruper Feuerwehr erst nach dem Eintreffen der anderen Einsatzkräfte.